Ela's Zwergenstube

Tagespflege für Babies und Kleinkinder


Zusammen wachsen - Gerne groß werden

 

Der Schwerpunkt der Betreuung unterscheidet sich je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder. Im Säuglingsalter stellt die liebevolle Pflege und spezielle Ernährung individuelle Ansprüche an die Betreuungsperson. Mit zunehmendem Alter der Kinder rückt die Erziehung und Förderung in den Vordergrund. Bereits im Kleinkindalter wird der Grundstein für ein eigenverantwortliches Leben und ein soziales Miteinander gelegt. Erlerntes und Erlebtes prägen jeden Menschen von klein auf und formen seinen Charakter im Hinblick auf seine Lebenseinstellung, sein Selbstbewusstsein und alle persönlichen Eigenschaften.

                     

Sie vertrauen mir Ihr Kind täglich für einige Stunden an. Damit übertragen Sie mir nicht nur die Aufsichtspflicht. Ich habe dafür Sorge zu tragen, Ihrem Kind eine gesunde, liebevolle Betreuung zu bieten, es in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung zu beobachten und zu fördern und fern von Gewalt in die Geborgenheit meiner eigenen Familie aufzunehmen.

 

Ich werde Ihr Kind nach bestem Wissen und Gewissen vor unnötigen Gefahren schützen und ihm dennoch die Möglichkeit lassen, durch seine eigenen Fehler und Erfolge zu lernen. Übertriebene Vorsicht schadet einem Kind mehr als sie gut tut. Es ist wichtig, dass Ihr Kind auch Selbstvertrauen entwickelt und Gefahren einschätzen lernt. Erreichbare Steckdosen sind abgesichert, Treppenschutzgitter wie gesehen, Reinigungsmittel, Medikamente etc. in höheren Schränken untergebracht.

 

Eingewöhnung:

                    

Jedes Kind braucht eine individuelle Eingewöhnungsphase, in der es sich auf die neue Umgebung, die neue Bezugsperson und deren Familie und überhaupt auf die Veränderung und Trennung von der Mutter (oder dem Vater) einstellen kann.

Sofern es sich bei Ihnen um einen lang bekannten Wiedereinstieg ins Berufsleben handelt, werden Sie sich sicher schon einige Zeit vor dem Eintrittstermin um eine geeignete Betreuungsstelle gekümmert haben. Eine Eingewöhnungszeit von 2 – 3 Tagen pro Woche mit steigender Stundenzahl über einen Zeitraum von 2 – 4 Wochen halte ich je nach Alter und Trennungserfahrung des Kindes für sinnvoll. Gerne kann ein Elternteil in der Anfangszeit bei dem Kind bleiben. Mit ersten Trennungsversuchen wird schrittweise nach einigen Besuchen begonnen (Berliner Modell). In der Vergangenheit habe ich für die Eingewöhnung immer drei kostenfreie Termine angeboten. Mittlerweile kann eine Eingewöhnungsphase bis zu einem Monat vom Jugendamt übernommen werden. 

Es gibt auch Kinder, bei denen gestaltet sich der Übergang völlig reibungslos. Ich betrachte die Eingewöhnungszeit als erfolgreich, wenn sich das Kind von mir trösten/beruhigen lässt und sowohl die abgebende Familie als auch ich als Tagesmutter das entstandene Betreuungsverhältnis als gut bewerten.

 

Was wir so treiben:


Ein strukturierter Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten, Rituale, gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme, Erkennen und Einhalten von Grenzen, wertvolle Erlebnisse und Entdeckungen als Einzelner und in der Gruppe sowie die Stärkung der Selbständigkeit und der persönlichen Entfaltung in allen möglichen Spiel-, Lern- und Alltagssituationen sind Bestandteile meiner abwechslungsreichen Arbeit mit den Kindern.

 

Partizipation: 


Während des Tages hat Ihr Kind viele Gelegenheiten, sich selbst einzubringen und eigene Entscheidungen zu treffen oder Dinge auszuprobieren. Dies kommt z. B. besonders in der Freispielphase oder während des Frühstücks/der Obstmahlzeit zum Tragen.

 

Alltagsintegrierte Sprachförderung:


Die Förderung der Sprache erfolgt im alltäglichen Geschehen durch ständigen Dialog zwischen den Kindern und mir. Zumeist spreche ich mit den Kindern auf Augenhöhe in anfangs kurzen, ruhigen Sätzen. Wir betrachten Bilderbücher und Bildkarten, schildern Begebenheiten, beobachten und schlussfolgern, beschreiben Dinge und stellen allerlei Fragen. Von den Kindern „falsch“ Gesagtes wird von mir in einem weiteren Satz korrigiert wiederholt, ohne auf den „Fehler“ einzugehen.

 

Motorik:   

                            

Der Tagesablauf ist abhängig vom Alter der Kinder und von der Wetterlage. Bei gutem Wetter verbringen wir nach Möglichkeit täglich einige Zeit an der frischen Luft. Wenn wir nicht im eigenen Hof (mit Sandkasten, Blockhütte, Babyschaukel und diversen Fahrzeugen) herumtoben, so vertreiben wir uns die Zeit bei einem Spaziergang in der Umgebung. Gleich in der Nähe gibt es weitläufige Feldwege, wo man auch schon mal ein paar Kaninchen, Igel oder Eichhörnchen entdecken kann. In unserer ländlichen Gegend zählen Gänse, Kühe, und Pferde(-äpfel) zum alltäglichen Bild.                      

 

Damit Spaziergänge mit der ganzen Gruppe möglich sind, stehen uns ein Einzel-Kinderwagen, ein Geschwisterwagen sowie ein Vierer-Sportwagen und ein Bollerwagen zur Verfügung. Die Mitnahme im Auto erfolgt selbstverständlich nur in einem geeigneten Kindersitz. Sobald die Kinder laufen können, sollen sie in verkehrsberuhigten Zonen und auf Feldwegen möglichst viel auf eigenen Beinen unterwegs sein. Dies fördert u. a. ihre Ausdauer im Hinblick auf spätere Kindergartenausflüge.

 

Des Öfteren nehme ich mit den Kindern am U3-Turnen im Familienzentrum des evangelischen Kindergartens in der Magerauer Straße teil.

 

Spielplatzbesuche unternehme ich – aufgrund der altersbedingt erforderlichen Hilfestellungen, der Unübersichtlichkeit und mancher Gefahren (Sturz von der großen Rutschbahn oder Kollision mit der Schaukel) - nur mit bis zu zwei Kindern, und auch dann lieber mit einer zweiten Person (Miriam oder z.B. eine Kollegin)

 

Im Haus besteht das Angebot aus Freiem Spiel ohne mein Eingreifen (höchstens in einer verfänglichen Lage der Kinder untereinander), jedoch mit Anregung und auf Wunsch Anleitung oder Beteiligung.

 

Desweiteren erwartet Ihr Kind: Vorlesen, Singen, Musik hören und selber machen, Tanzen, Bewegung, Motorik-Förderung, Bauen und Konstruieren, Malen, Träumen und Kuscheln, Toben und Entspannen, Zanken und Vertragen, Lachen und Weinen, Gesellschaftsspiele, Legespiele, Steckspiele, Basteln und Puzzeln je nach Alter, das Arbeiten mit verschiedenen Materialien, um die Sinne des Kindes anzusprechen, begreifen durch Greifen sozusagen.

 

Bildungsdokumentation:     


Mancherlei Begebenheit und Alltägliches werden in regelmäßigen Abständen von mir in Wort und Bild festgehalten. Hierdurch lassen sich die Entwicklung Ihres Kindes und viele Erlebnisse gut nachvollziehen. In einer Mappe sammeln wir selbst angefertigte „Kunstwerke“ Ihres Kindes, mit Datum versehen.

 

Sämtliche, während der Betreuungszeit entstandenen Fotos von Ihrem Kind werden Ihnen bei der Verabschiedung in digitaler Form ausgehändigt. Ihr Kind erhält darüber hinaus ein kleines Album mit den schönsten Schnappschüssen zum Blättern und Sich-Erinnern.

 

Traditionell wird anlässlich des jährlich stattfindenden Sommerfestes an alle zukünftigen Kindergartenkinder das wohl verdiente „Zwergendiplom“ verliehen, das über die hier erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten Auskunft gibt.

 

Qualitätsentwicklung:         


Die Grundqualifizierung einer Tagespflegeperson basiert auf einer Fortbildung mit einem Stundenumfang von 160 Unterrichtsstunden. Zusätzlich nehmen wir im Abstand von zwei Jahren an einem auf Säuglinge und Kleinkinder ausgerichteten Erste-Hilfe-Kurs teil.

 

Um eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung sicher zu stellen, ist ein Fortbildungskontingent von 12 Unterrichtsstunden pro Jahr angemessen und verpflichtend. Die Eignung dieser Fortbildungen wird vom Jugendamt geprüft, ebenso wie die grundsätzliche Eignung der Tagespflegeperson, auch im Hinblick auf Gesundheit und Wohnsituation.

 

Wir Tagespflegepersonen treffen uns zu regelmäßigem Austausch und stehen vielfach mit den örtlichen Familienzentren in Kontakt z. B. beim gemeinsamen U3-Turnen.

 

Schließungstage:

                

Pro Kalenderjahr steht mir ein Urlaub von 30 Tagen zu, davon sollten nach Möglichkeit drei Wochen am Stück genommen werden können. Meinen Urlaubswunsch werde ich frühzeitig bekannt geben.


Erziehungspartnerschaft Tagespflegeperson/ Eltern:


Um das erfolgreiche Zusammenwirken zwischen der Familie und mir als Tagesmutter zu ermöglichen, ist es entscheidend, dass die grundsätzlichen Ansichten in puncto Erziehung und Familienalltag übereinstimmen. Wenn die jeweiligen Vorstellungen in grundlegenden Fragen zu sehr voneinander abweichen, ist von einer Betreuung abzuraten. Die Entwicklung eines Kindes ist viel zu wichtig, als dass man vorprogrammierte Konflikte als „Berufsrisiko“ (auf beiden Seiten) in Kauf nehmen sollte.

                                                                                                                      

Wissenswertes und Alltägliches:


Meine eigenen (und die bisherigen Tagespflege-) Kinder habe ich liebevoll und konsequent erzogen. Sie brauchen ein verlässliches Verhaltensmuster, das ich ihnen je nach Alter und Entwicklungsstand in Bausteinen aus den folgenden Bereichen zu vermitteln versuche:


Sozialverhalten:


- teilen lernen (Spielsachen, Süßes… alle oder keiner, evtl. wird das begehrte (mitgebrachte?) Objekt vorübergehend     aus dem Verkehr gezogen

- gewaltfrei Konflikte austragen lernen (Was du nicht willst, was man dir tu', das füg' auch keinem and'ren zu!)

- Kompromisse schließen können (erst du, dann ich, oder umgekehrt)

- Sich wieder versöhnen lernen

- Geduld, Toleranz (wir sind alle unterschiedliche Persönlichkeiten, haben evtl. eine andere Hautfarbe oder Religion)

- Verständnis und Zusammenhalt

- Verantwortung für das eigene Verhalten übernehmen

- Respekt gegenüber den Mitmenschen und deren Eigentum

- Höflichkeit und ein freundliches Miteinander

- Gemeinsames Aufräumen, bevor wir zu Unternehmungen aufbrechen, oder wenn einheitliche Abholzeiten gegeben   sind (wie z. B. im Kindergarten)

 

Hygiene:


Das Händewaschen nach dem Toilettengang ist selbstverständlich. Nach Absprache kann auch eine Zahnbürste bei uns deponiert werden. Dagegen halte ich übertriebene Hygiene für eher schädlich. Zum Wickeln verwende ich bevorzugt Feuchtpflegetücher der dm-Hausmarke, die Kosten hierfür sind in der Pflegepauschale enthalten. Ab einem gewissen Alter beginnen wir in Absprache mit den Eltern mit dem „Töpfchen-Training“, evtl. in Grüppchen.

 

Bei Tisch:


Die Kleinen nehmen im Hochstuhl Platz und  essen teilweise selbständig oder auch mit meiner Hilfe. Gelegentlich sitzen wir auch allesamt am runden Tisch. Vor der Mahlzeit reichen wir uns die Hände und wünschen uns guten Appetit.

Der Esstisch ist keine „Fütterstation“, d. h. wir sitzen gemeinsam am Tisch, laufen und klettern nicht herum, lassen den Tischnachbarn in Ruhe und unterhalten uns über dies und das, solange wir dabei das Essen nicht vergessen.

 

Die Kinder sollen Freude am Essen erleben, sie werden ermuntert, neues zu probieren, aber niemals gezwungen. Je nach Alter können sie bei der Zubereitung und dem Tischdecken helfen und lernen dabei unterschiedliche Lebensmittel und deren Herkunft kennen.

                                  

Da meine eigene Familie schul- und berufsbedingt meist erst am späten Nachmittag zu einer warmen Mahlzeit zusammen kommt, bereite ich für die Tagespflegekinder zur Mittagszeit (während des Mittagsschlafs, ca. 12:00 - 13.15 Uhr) in der Regel eine separate, kindgerechte warme Mahlzeit zu. Der Speiseplan als solches wird gesund und abwechslungsreich gestaltet. Für jeden ist mal was dabei. Das Mittagessen wird in der Regel zwischen 13:30 und 14:00 Uhr eingenommen.

                                  

Das Frühstück (zwischen 8:30 und 9:30) besteht entweder aus Brot/Brötchen/Toast mit einer Auswahl an Aufschnitt, Käse, Fruchtaufstrichen oder selten auch Nuss-Nougat-Creme. Manchmal wird zusätzlich ein gekochtes Ei oder Cornflakes & Co. angeboten.

                                  

Als Zwischenmahlzeit (ca. 11 Uhr und ca. 15:30 Uhr) biete ich Obst (auch Obstmus), Rohkost, Kekse/Waffeln und Milchprodukte an.

Mein Getränkevorrat umfasst: Wasser, Sprudel, Kräuter- und Früchtetee, Milch und gelegentlich Fruchtsaft.

                                  

Es gibt natürlich auch mal Kuchen, besonders dann, wenn ein Kind Geburtstag hat. Die Kinder erhalten bei mir eher selten Süßigkeiten – wenn, dann in Maßen und wenn sie ansonsten schon etwas „Vernünftiges“ gegessen haben.


Auf Lebensmittelallergien und Ablehnung von z. B. Schweinefleisch aus religiösen Gründen wird selbstverständlich geachtet. Eine evtl. gewünschte vegetarische Ernährung (gegen Aufpreis) kann ich nur bedingt umsetzen, da sich die Kinder grundsätzlich von allem nehmen dürfen, was auf dem Tisch steht, was ich auch fördern möchte. Aus diesem Grunde kann ich eine rein vegane Ernährung nicht anbieten. 

 

Spielzeug:


In meiner Tagespflege kommt durchweg kindgerechtes Spielzeug/Spielmaterial zum Einsatz. Die Kinder dürfen jedoch in meinem Beisein auch Spielzeug/Material benutzen, das erst ab 3 Jahren geeignet ist. Dies setzt voraus, dass sie nicht zu den Kindern gehören, die alle möglichen Kleinteile in alle möglichen Körperöffnungen stecken.

                                   

Wir besitzen auch einen Laufstall, der allerdings nur in Ausnahmefällen gebraucht wird, oder z. B. als weitere Schlafmöglichkeit genutzt werden kann. Die Möglichkeit für die Kleinsten zum Vor- oder Nachmittagsschlaf ist also gegeben. Wir verfügen selbstverständlich über mehrere Babyphone.

                                  

Fernsehen:


In den Räumen der Tagespflege steht KEIN Fernsehgerät zur Verfügung.

Ich bin aber weder für eine generelle Vorenthaltung des Fernsehens noch für eine Dauerbeschallung und Reizüberflutung. Die Kinder sollten im Maßen kindgerechte Sendungen sehen dürfen und dabei ein Gefühl entwickeln lernen, was schöne, lehrreiche und anspruchsvolle Filme/Serien ausmacht. 

 

Strafe? Belohnung?


Ab einem gewissen Alter sollten Kinder lernen, dass falsches Verhalten nicht toleriert wird, positives dagegen anerkannt wird. Ab und zu muss ich deshalb auch mal schimpfen, eine Auszeit einräumen und ermahnen. Die Kinder lernen auch Grenzen kennen, diese können sich natürlich von denen zu Hause unterscheiden.

Richtiges Verhalten wird in der Regel postwendend mit einem dicken Lob kommentiert, was die Kleinen sofort ganz stolz werden lässt und zum Wiederholen animiert. Der Zusammenhalt und das Gruppengefühl werden gestärkt. Der Wohlfühl-Faktor steigt, und davon haben alle was.

 

 

Mitbringen:          


Höschenwindeln für die „Pampers-Rocker“

Spezielle Babynahrung, Babykekse, - Tees oder – Säfte, evtl. sep. Babyfläschen, Vaporisator bei Bedarf, falls erforderlich: Schlafsack

                                   

Wechselwäsche (falls mal ein Malheur passiert oder wir mal sonst schmutzig oder nass werden)

Evtl. Regenkleidung, witterungsabhängig: Sonnenhut, Kappe oder Mütze, Schal und Handschuhe, ältere Schuhe oder Stiefelchen für den Sandkasten, Hausschuhe oder alternativ gerne ABS-Socken

Besonders in der Eingewöhnungszeit: das Lieblingskuscheltier

 

Wichtig:                    


Verzeichnis mit Notfalltelefonnummern,

Name des betreuenden Kinderarztes, Kopie der Krankenversicherungskarte und des Impfausweises

NOTFALLVOLLMACHT für den Arzt/das Krankenhaus

                                  

Bereits vorhanden:  


Spielzeug: Lego-Duplo, Playmobil 123, Puppenküche, Puppen und Zubehör, Gesellschaftsspiele, Puzzles, Bücher, Motorikschleife, Musik-Utensilien, Malsachen, Bastelmaterial, Vierer-Buggy, Tragenest, versch. Autositze, Bollerwagen, Laufstall, Babyphone, Kinderbett, Sandspielzeug, Kinderfilme und Hörspiel- bzw. Musikkassetten…und vieles mehr

 

Verpflegung (außer spezielle Babyartikel)

Feuchttücher, Papiertaschentücher

Sonnenmilch mit hohem LSF

 

Allgemeines:


Zwischen der abgebenden Familie und mir als Tagesmutter wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen. Er beinhaltet neben der o. g. Notfallvollmacht sämtliche klärungsbedürftigen Punkte. Wichtig ist auch die Regelung der

Versicherungsfrage.

 

Mögliche Zeiten:


Je nach Bedarf : Mo - Fr ab  07:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Betreuung nach 16 Uhr bedarf i.d.R. der beruflichen Erforderlichkeit.

Der jeweilige Betreuungsrahmen wird vertraglich festgelegt. Falls  die Zeiten berufsbedingt (z.B. durch Schichtdienst) variieren, ist die Absprache über die für die kommende Woche erforderlichen Stunden möglichst frühzeitig zu treffen.

 

Finanzielles:


Die Übernahme der Kosten für einen Tagespflegeplatz kann von den Eltern unter bestimmten Voraussetzungen beim örtlichen Jugendamt beantragt werden. Es wird der durchschnittliche wöchentliche Betreuungsbedarf ermittelt und daraus sowohl der Vergütungssatz für die Tagesmutter als auch der von den Eltern ans Jugendamt zu leistende Elternbeitrag in Abhängigkeit an das (zu erwartende) Einkommen ermittelt.

 

Kosten für die Eltern:


Pro Betreuungstag fallen pauschal 2,50 € Essensgeld, die in einem mit mir vereinbarten Turnus zu begleichen sind. Wird eine gebuchte Betreuung rechtzeitig abgesagt oder kann wegen Urlaub bzw. Krankheit meinerseits nicht stattfinden, entfällt der Betrag für den jeweiligen Tag. 


Darüber hinaus ist ab einer bestimmten Einkommensgrenze der o.g. Eigenanteil an das Jugendamt zu leisten.

 

Wenn die Betreuung in einer Woche wegen Krankheit des Kindes oder aus einem anderen Grund, den die abgebende Familie zu vertreten hat, nicht wahrgenommen wurde, können die nicht genutzten Stunden nicht ohne weiteres auf eine andere Woche verlegt werden.

 

Vom Jugendamt überzahlte Leistungen sind von mir zurück zu erstatten, wenn die Voraussetzungen für die Bewilligung der Tagespflege nicht mehr vorgelegen haben. Da ich von diesem Umstand nicht unbedingt Kenntnis habe, muss ich mir vorbehalten, geleistete Betreuungszeiten in einem solchen Fall privat in Rechnung zu stellen, wenn mir das Kind trotzdem zur Betreuung gebracht wurde.

 

Sollte eine Kostenübernahme durch das Jugendamt nicht erfolgen (das Kind ist z.B. bereits im schulpflichtigen Alter) oder von den Eltern nicht gewünscht sein, besteht auch die Möglichkeit der direkten privaten Abrechnung, die im Betreuungsvertrag geregelt wird.

 

Verspätetes Abholen ohne vorherige Anmeldung wird nach Verstreichen einer halben Stunde mit 5,00 €/Stunde berechnet. Dies hat den Sinn, sich nach Möglichkeit an die vereinbarten Zeiten zu halten, da ich außerhalb des Zeitraumes die Zeit für mich und meine Familie sowie private Termine und Unternehmungen reserviert halten möchte.

                                  

Krankheit:


Etwaige (Nahrungsmittel-) Allergien oder gesundheitliche Einschränkungen des Kindes sowie sonstige Besonderheiten werden schriftlich im Betreuungsvertrag festgehalten. Ein gewöhnlicher Schnupfen oder Husten ist keine Krankheit. Selbstverständlich kann das Kind auch dann zu mir kommen.


Sobald sich aber Fieber, Erbrechen, starker Durchfall oder eine sonstige ansteckende Erkrankung abzeichnet,

kann das Kind nicht von mir betreut werden. Dies dient der Vorbeugung von Ansteckungen der anderen Kinder oder mir und meiner Familie. Erst recht bei Läusebefall muss ich die Betreuung ablehnen. Die sog. Wiederzulassungstabelle des Robert-Koch-Institutes gibt die erforderlichen Auskünfte über (Kinder-)krankheiten und regelt Maßnahmen und Fristen im Bezug auf die Betreuung von Kindern in öffentlichen Einrichtungen.

Gerade bei kleinen Kindern tritt eine Erkrankung innerhalb weniger Stunden auf. In einem solchen Fall werde ich die Eltern oder mir genannte Personen umgehend informieren, sodass eine Abholung baldmöglichst erfolgen kann.

 

Ich bin als Tagesmutter nicht berechtigt oder verpflichtet, ohne Absprache Medikamente zu verabreichen. Sollte das Kind nach Abklingen der Ansteckungsgefahr wieder zu uns kommen und es erforderlich sein, dass z. B. ein Antibiotikum verabreicht werden muss, so bitte ich um schriftliche Genehmigung mit genauer Dosierungsangabe (evtl. auch Kopie des Rezeptes) des namentlich genannten Medikaments. Das gleiche gilt für dauerhaft notwendige Medizin. Für eine versehentlich falsche oder vergessene Dosierung kann die Tagespflegeperson nicht haftbar gemacht werden.

 

Im Falle, dass ich durch Krankheit (oder Krankheit eines eigenen Kindes) oder aus einem anderen Grund verhindert bin, wenden Sie sich bitte für eine Vertretung an das örtliche Jugendamt. Zur Beruhigung sei gesagt: Tagesmütter sind abgehärtet und werden so gut wie nie krank.

                                   

Bringen und Abholen:  

   

Die Bring- und Abholzeiten sollten nach Möglichkeit auch im Interesse des Kindes eingehalten und zügig, aber nicht gehetzt abgewickelt werden. Hier sind wiederkehrende Rituale für das Kind und auch für die Eltern sehr hilfreich.

 

Besonderheiten und wichtige Informationen werden hier kurz abgestimmt und ausgetauscht. Sollte darüber hinaus Bedarf an einem längeren Gespräch bestehen, so lässt sich das sicher kurzfristig – am besten außerhalb der Betreuungszeiten und evtl. ohne Kind - einrichten.

                                   

Im Übrigen:  

           

Vertrauen Sie auf meine Erfahrung als Mutter und Tagesmutter. Jede Frau verfügt über einen gewissen Instinkt und ein Gefühl, was ein Kind braucht und was ihm fehlt.

Sobald Sie und Ihr Kind Vertrauen zu mir gefasst haben, werden Sie beruhigt sein und z. B. konzentriert Ihrer Arbeit nachgehen können. Wenn Sie es später abholen, kann es passieren, dass es gar nicht nach Hause will oder gelegentlich mal übermüdet und überdreht den Kasper spielt. Beides ist ein Anzeichen dafür, dass es ihm hier gefallen hat und es wirklich ausgelastet ist.

 

Weitere Fragen können natürlich individuell besprochen werden.

 

            Herzlichst,

 

            Ihre  Michaela Widera-Tolksdorf

 

 

 

 

 

Stand: 18. Mai 2018